Unser Therapiehund stellt sich vor
Hallo,
mein Name ist Merlin. Ich bin ein junger Labrador-Mix. Geboren bin ich in Griechenland. Meine Mama war eine weiße Labradorhündin, meinen Papa kenne ich leider nicht.
In den ersten Lebensmonaten habe ich die Straßen Athens alleine erkundet (das war nicht immer leicht für mich).
Leider habe ich dabei auch die rasante Fahrweise der Griechen unterschätzt und wurde angefahren.
Am Straßenrand liegend sind viele Autos an mir vorbei gefahren. Bis…………….ja, bis Vana kam, mich mit ins Tierheim Shelter nahm und gesund pflegte. Seit dem ist sie dort für mich und viele andere kleine Fellnasen eine gute Pflegemama gewesen.
Eines Tages nahm mich Vana beiseite und erklärte mir, dass sie furchtbar stolz auf mich sei, da ich bald viele ganz besondere Menschen (vor allem Kinder) kennen lernen werde und eine wichtige Aufgabe bekomme.
So richtig verstehen konnte ich das damals noch nicht.
Als man mich dann in eine kleine Box setzte und zum Flughafen Athen fuhr, wusste ich, dass es Zeit war, mich von meiner Pflegemama Vana zu verabschieden. Ich habe ihr viel zu verdanken.
Da saß ich nun, zwischen Unmengen von Gepäck im Frachtraum eines großen Flugzeugs und hatte, zugegeben, große Angst.
Dann landete das Flugzeug……….und nun bin ich in meinem neuen Zuhause, wo ich für immer bleiben darf. Aber nicht nur das, ich kann meinem neuen Frauchen bei ihrer Arbeit helfen!!
Hierauf freue ich mich und versuche auch, durch fleißiges Üben, meine Therapiehundeprüfung zu bestehen.
Wir sehen uns …………
Euer Merlin.
Merlin bei der Arbeit
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Was macht ein Therapiehund
Arbeit mit Therapiehunden – Wie geht das?
Anders als ein „Streichelhund“, dessen Gegenwart natürlich auch oft schon von großem Nutzen in verschiedenen Therapien ist, ist der Einsatz von Therapiebegleithunden sehr gezielt. Nur wenn er einen bestimmten Zweck in der Therapie erfüllt, und natürlich nur, wenn keine Allergie oder zu große Angst dagegen spricht, unterstützt der Hund die therapeutische Arbeit, z.B. als
Brücke zum Kontaktaufbau
Sprechmotivator
Rollenspielteilnehmer
Therapiemittel / Spielpartner
Entspannungshilfe
Hilfe zum Aufbau von Selbstwertgefühl.
Der große Vorteil des Therapiebegleithundes ist, dass er völlig wertfrei ist. Der Hund geht auf jeden Menschen freudig zu, unabhängig davon, ob sein Sprechen eingeschränkt ist, ob er klein und wild ist, oder erwachsen und kontrolliert.
Was macht der Hund in der logopädischen Therapie?
In der logopädischen Therapie dient der Hund zum
Kontaktaufbau als Sprechmotivator
Lagerungshilfe
Rollenspielteilnehmer
Entspannungshilfe
Freund, dem man Geheimnisse anvertrauen kann
Hilfe zum Aufbau von Selbstwertgefühl
Ziele können sein
Vermehrte Aufnahmebereitschaft
Sprachliche Verbesserungen
Verstärkte Konzentrationsfähigkeit
Kommunikationstraining
Körpererfahrung/ - kontakte
Ausdrücken von Gefühlen
Basale Stimulation
Ablenkung/Langeweile vertreiben
Psychische Aufhellung der Menschen
Zufriedenheit / Ausgleich
Gesundheitliche Stabilisierung
Sozialpartner, dem man vertrauen kann
Schaffung eines lockeren, entspannten Klimas
Snoozelraumarbeit (Ruhepunkt finden)
Spiele in der Gruppe
Schulung der Psychomotorik
Entspannungsübungen (Hyperaktivität, ADS)
Sprachanregung.
Erfahrungen aus den USA zeigen, dass beispielsweise sprachgestörte Kinder durch den Einsatz von Hunden wieder zu sprechen beginnen. Nachweislich wird auch bei Patienten mit Kopfverletzungen, amputierten Gliedmaßen, Schlaganfällen, Verletzungen des Rückenmarks, neurologischen Problemen oder orthopädischen Schäden der Heilungsprozess durch den Umgang mit Tieren gefördert.
Tiere fungieren als Motor für Entwicklungen, die sonst unter Umständen viel länger dauern würden, indem sie einen Anreiz für Veränderungen schaffen. So setzen z.B. Logopäden Tiere als Brücke und Kontaktmittel bei Kindern mit Sprechstörungen ein. Die tierischen Helfer können es schaffen, die Patienten in der Therapie zu begeistern, zu entspannen und vom Leistungsgedanken weg auf eine spielerische Ebene zu bringen. Die Kommunikation wird durch einen natürlichen Impuls angeregt: Um mit einem Tier umzugehen, muss man mit ihm sprechen, es locken und mit ihm spielen.
Co-Therapeut Hund
Ein Hund kann gezielt unterstützend eingesetzt werden, um
Körperliche Fähigkeiten zu verbessern
Die Motivation zur Bewegung durch das Tier ist besonders hoch
Der Mensch wird zur Eigenaktivität angeregt,
Das Überwinden persönlicher Grenzen steigert das Zutrauen in eigene Fähigkeiten
Schulung des Gleichgewichts und der körperlichen AusdauerKoordinations- und Wahrnehmungsfähigkeit,
Konzentration und Aufmerksamkeit werden gefördert.
Ein Hund vermittelt konstante Zuneigung, akzeptiert vorurteilsfrei. Über das Vertrauen zum Hund wird in der Regel auch das Vertrauen zum Therapeuten gestärkt. So werden über die Arbeit mit dem Hund auch sozio-emotionale Kompetenzen gefördert.
Eine wichtige Voraussetzung für die Arbeit mit einem Therapiehund ist eine spezielle Ausbildung, die Hundeführer und Hund als Therapiehundeteam abschließen.
Innerhalb dieser Ausbildung werden Grundgehorsam und bestimmte Fähigkeiten, die ein Therapiebegleithund mitbringen muss, gleichermaßen geschult. Der Hund sollte in jeder, auch für ihn ungewohnten Situation, absolut zuverlässig sein. Des Weiteren werden theoretische Kenntnisse über den Hund und fachspezifische Bereiche der Therapie in Bezug zur tiergestützten Arbeit erörtert.
Der Hund und sein Hundeführer legen eine abschließende Prüfung ab.
Abschließend und wichtig ist es noch zu erwähnen, dass der Therapiebegleithund eine spezielle Ausbildung absolviert hat und somit nicht stellvertretend für alle Hunde steht. Vielen, was mit einem Therapiebegleithund möglich ist, ist bei anderen Hunden nicht möglich!
Merlin, unser vierbeiniger Mitarbeiter in meiner Praxis
Merlin ist ein Labrador-Mix. Zu Beginn seiner Therapiehundausbildung wird er in meiner Praxis ein „Praktikum“ absolvieren um so behutsam an seine Mitarbeit herangeführt zu werden.
Er wird an verschiedenen Tagen der Woche in meiner Praxis sein.
Dies hilft ihm, sich an die verschiedensten Geräusche, Bewegungen, untypische Verhaltsweisen, Lärm etc. sowie an den Ablauf des Praxisalltags zu gewöhnen. Hierdurch baut er nach und nach eine ausgeprägte Hund-Mensch-Beziehung sowie großmögliches Vertrauen auf, das ihm bei seinen späteren Einsätzen sehr hilfreich ist.
